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WIX vs. WordPress: Welche Plattform passt besser zu dir?

  • Autorenbild: marieutsch
    marieutsch
  • 8. Okt.
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Okt.

Viele meiner KundInnen stellen mir früher oder später dieselbe Frage: Soll ich meine Website mit WIX oder mit WordPress bauen?


Und ganz ehrlich: Beide Systeme haben ihre Berechtigung.

WordPress ist unfassbar mächtig und flexibel,

während WIX mit seiner Einfachheit und Übersichtlichkeit punktet.


Aber die entscheidende Frage lautet nicht:

Was ist besser? 

- sondern: Was passt zu dir, deinem Business und deinen Zielen?


In diesem Beitrag vergleiche ich WIX und WordPress aus meiner Sicht als Webdesignerin, die seit Jahren mit beiden Plattformen arbeitet.

Inhaltsverzeichnis:


Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit WIX entstanden. Ich nutze das Tool selbst in vielen Kundenprojekten und teile hier meine ehrliche Meinung und Erfahrung aus dem Alltag als Web Designerin.


Die Grundidee beider Plattformen


WordPress ist ein Open-Source-System, das unglaublich vielseitig eingesetzt werden kann. Egal ob kleine Blogs, große Unternehmensseiten oder komplexe Membership-Portale - mit WordPress lässt sich praktisch alles realisieren. Allerdings bedeutet das auch, dass du Zeit investieren oder professionelle Unterstützung einkaufen musst, um das volle Potenzial ausschöpfen zu können.


WIX verfolgt hingegen einen Baukasten-Ansatz. Hosting, Domain, Sicherheit und Updates sind direkt integriert, sodass du dich nicht um technische Details kümmern musst. Das System ist darauf ausgelegt, dass du sofort starten kannst, ohne dich erst in komplexe Strukturen einzuarbeiten. Updates erfolgen automatisch, sodass technische Wartung nicht notwendig ist.


WIX vs. WordPress: Bedienung und Benutzerfreundlichkeit


WIX überzeugt durch eine besonders intuitive Bedienung. Die Oberfläche ist klar strukturiert, mit einem Drag-and-Drop-Editor, der es auch absoluten AnfängerInnen ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit eine funktionierende Website zu erstellen.


Bei WordPress arbeitest du in der Regel mit sogenannten “Themes” (eine Art Vorlage, die du auf deiner Website installiert) oder zusätzlichen Page Buildern wie Elementor oder Divi, die dann per Drag-and-Drop die Individualisierung ermöglichen. Das eröffnet zwar viele Freiheiten, geht aber mit einer steileren Lernkurve einher. Du musst gerade zu Beginn sehr viele Entscheidungen treffen, was dein Set-Up angeht; wahrscheinlich ohne jegliche Ahnung zu haben, was zum Henker ein Theme ist oder ob jetzt Divi oder Elementor besser zu dir und deinem Business passt.


Wenn du bereit bist, dich einzuarbeiten oder mit Unterstützung zu arbeiten, profitierst du von dieser Flexibilität - wenn du es schnell und unkompliziert möchtest, fühlst du dich wahrscheinlich besser bei WIX aufgehoben.


Usecase aus der Praxis: 


Viele meiner KundInnen kommen zu mir, weil sie eine neue Website benötigen. Weil ich aber keinen laufenden technischen Support anbiete, nachdem die Webseite gestaltet wurde, benötigen wir ein System, mit dem die KundIn am Ende selbständig weiterarbeiten kann. Da ist WIX ideal, denn nach einem kurzen Handover ist die Plattform so intuitiv, dass auch die Nicht-Techies damit wunderbar klarkommen!


WIX vs. WordPress: Wartung und Technik


Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Wartung. Bei WIX musst du dich um nichts kümmern - Updates, Backups und Sicherheitsmaßnahmen laufen automatisch im Hintergrund.


WordPress verlangt dagegen mehr Eigeninitiative. Du bist selbst - oder über deinen Hostinganbieter - für Updates, die Sicherheit deiner Seite und regelmäßige Backups verantwortlich. Das funktioniert, bedeutet aber zusätzlichen Aufwand, den viele Selbstständige lieber vermeiden möchten. 


Ich habe schon eine Mails bekommen, die anfingen mit:


MARIE! Mein Kontaktformular funktioniert nicht mehr. Hiiiiiiiilfe!”


Turns out, ein Plugin war veraltet und seit Monaten nicht aktualisiert worden. Und nein, ich biete aktuell keinen Tech-Support an, sodass meine KundInnen mit WordPress-Seite selbst schauen müssen, dass diese Plugins instand gehalten werden.


Gerade deshalb macht es bei WordPress oft Sinn, mit einer Designerin oder Agentur zusammenzuarbeiten, die nicht nur die Website erstellt, sondern auch die monatliche Wartung zuverlässig übernimmt.


WIX vs. WordPress: Design und Flexibilität


Die größte Stärke von WordPress liegt in seiner nahezu grenzenlosen Anpassungsfähigkeit. Mit den richtigen Plugins oder durch individuelle Programmierung kannst du (oder jemanden, den du beauftragt hast) wirklich jede erdenkliche Funktion umsetzen. Deswegen führt der Weg bei größeren, komplexen Systemen, Ideen und Websites kaum an WP vorbei.


Wenn dich die Idee unendlicher Möglichkeiten abschreckt und du vor allem keine Lust hast, für bestimmte Funktionen an den Code zu müssen und mit HTML-Snippets zu arbeiten, dann bist du bei WIX besser aufgehoben. Die Seiten lassen sich frei gestalten, Elemente können verschoben werden und Farben sowie Schriften lassen sich individuell anpassen. 

Für die meisten Selbstständigen, mit denen ich arbeite, reicht diese Flexibilität vollkommen aus. Wer allerdings sehr spezielle oder außergewöhnlich komplexe Funktionen benötigt, stößt bei WIX irgendwann an die Grenzen des Systems.


Usecase aus der Praxis: 


Ich betreue eine Kundin, die sehr viele verschiedene Kurse anbietet, die an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten stattfindet. Hier kommt das interne Buchungssystem von WIX langsam an seine Grenzen - die Buchungen funktionieren zwar, die Zahlungen auch, allerdings sind die Gestaltungsmöglichkeiten des Buchungskalenders limitiert und somit werden wir irgendwann wohl oder übel wechseln müssen oder ein Drittanbieter-Kalender-Tool einbinden müssen.



WIX vs. WordPress: SEO und Marketing


Let’s be honest: WordPress ist und bleibt Marktführer, wenn du SEO richtig ernst nehmen willst. WordPress bietet mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math sehr mächtige Werkzeuge, du kommst aber vor allem auch an jeglichen Code und Backend, wenn du technische Optimierungen durchführen willst. 


Wenn ich dich jetzt schon beim Wort “Backend” verloren habe, dann ist WIX vielleicht doch die bessere Wahl 😁


WIX hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt. Heute können NutzerInnen Meta-Titel und Meta-Beschreibungen direkt im Interface pflegen, ohne zusätzliche Plugins. Außerdem gibt es innerhalb des Blog-Editors mittlerweile eine Integration, in die du das Keyword geben kannst, für das du optimieren willst, und dir dann hilft, den Artikel bestmöglich dafür zu optimieren.


Damit ist WIX für die meisten Solo-Selbständigen mehr als ausreichend und bietet genug Möglichkeiten, um solide bei Google gefunden zu werden.


Dass das möglich ist, zeige ich immer gerne anhand meiner Hochzeitswebsite www.avec-marie.de, die ich auch auf WIX gebaut habe:


wix vs wordpress

Quelle: Sistrix

wix vs wordpress

(Quelle: Search Console, in den letzten 16 Monaten)



WIX vs. WordPress: Kosten


Ein oft unterschätzter Faktor ist das Thema Kosten. Bei WordPress ist die Software in der Basis zwar kostenlos, allerdings musst du dich selbst um Hosting, Domain und regelmäßige Updates kümmern. Typischerweise liegen die Kosten für Hosting zwischen 3 und 30€ im Monat, hinzu kommen eine Domain ab etwa 12 bis 24€ im Jahr sowie mögliche Ausgaben für Plugins, Themes oder EntwicklerInnen.


Bei WordPress sind Hosting und Sicherheit bereits integriert. Dafür zahlst du monatliche Gebühren: Der Premium-Plan startet bei rund 8€ im Monat (bei jährlicher Zahlung), für erweiterte Funktionen wie wooCommerce beginnen die Preise bei ca. 45€ im Monat.


WIX arbeitet dagegen mit festen Paketpreisen, in denen Hosting, Domain und die wichtigsten Funktionen für eine professionelle Website bereits enthalten sind. Hier musst du zwischen 13$ und 40$ im Monat rechnen. Als Referenz: Die meisten meiner KundInnen kommen mit dem 13$-Paket aus.


Eine kleine Zusammenfassung

Kategorie

WIX

WordPress

Grundidee

Website-Baukasten, All-in-One, sofort startklar

Open-Source, maximal flexibel, aber komplexer Aufbau

Bedienung

Intuitives Interface, Drag-and-Drop, ideal für EinsteigerInnen

Nutzung über Themes & Page Builder, steilere Lernkurve

Wartung & Technik

Updates, Sicherheit & Backups automatisch integriert

Manuelle Pflege von Updates, Plugins & Backups notwendig

Design & Flexibilität

Viel Gestaltungsfreiheit im Editor, ausreichend für die meisten Websites

Nahezu grenzenlos, jede Sonderfunktion möglich (oft mit Plugins/Programmierung)

SEO & Marketing

Integrierte SEO-Features, leicht verständlich

Sehr mächtige SEO-Plugins (Yoast, Rank Math), erfordern mehr Konfiguration

Kosten

Fester Paketpreis inkl. Hosting & Domain

Basis kostenlos, aber zusätzliche Kosten für Hosting, Plugins & ggf. Entwickler


WIX passt zu dir, wenn...


Damit du nicht nur die Fakten, sondern auch eine klare Entscheidungshilfe bekommst, habe ich dir hier noch einmal übersichtlich zusammengestellt, für wen WIX und für wen WordPress die bessere Wahl ist.


So kannst du schnell erkennen, welches System besser zu dir, deinem Business und deinen Zielen passt:

WIX passt zu dir, wenn…

WordPress passt zu dir, wenn…

du ohne technisches Vorwissen starten möchtest

du maximale Freiheit und volle Kontrolle über jede Funktion brauchst

du eine All-in-One-Lösung bevorzugst, bei der Hosting, Sicherheit und Updates enthalten sind

du bereit bist, dich um Technik (oder externe Unterstützung) zu kümmern

du Solo-Selbständige, Kreativer, Coach oder Dienstleisterin bist

du eine umfangreiche Website mit vielen Sonderfunktionen, Memberships oder komplexen Integrationen planst

du eine klar kalkulierbare Kostenstruktur haben möchtest

du flexibel bei den Kosten bist und in Plugins, Themes oder Entwicklerleistungen investieren willst

du eine Website brauchst, die sich leicht pflegen und selbstständig aktualisieren lässt

du ein großes Projekt planst, das über klassische Websites hinausgeht (z. B. Portale, Foren, Shops)


Fazit: WIX vs. WordPress


Am Ende gibt es kein pauschales „richtig“ oder „falsch“ - sowohl WIX als auch WordPress sind starke Systeme, die Millionen Websites weltweit antreiben.


WordPress ist unbestritten unschlagbar, wenn es um komplexe Funktionen oder große Projekte geht. Wer bereit ist, sich mit Technik auseinanderzusetzen oder ein Team an seiner Seite hat, bekommt damit ein mächtiges Werkzeug.


Doch wenn es darum geht, mit Freude, Leichtigkeit und Klarheit online sichtbar zu werden, dann ist eine Lösung wie WIX für viele Selbständige der entspanntere Weg. Statt Stunden in Updates, Plugins oder Sicherheit zu investieren, kannst du dich direkt auf das konzentrieren, was wirklich zählt: dein Business, deine Inhalte und deine KundInnen.


Mein Tipp: Schau dir beide Systeme in Ruhe an, überlege, was dir im Alltag wichtig ist - und wähle dann den Weg, mit dem du dich langfristig wohlfühlst. Denn eine Website ist kein Selbstzweck, sondern soll dich und dein Business unterstützen. Und genau da macht es oft den entscheidenden Unterschied, wenn sich ein System einfach leicht anfühlt.



Noch unsicher, welches System das Richtige für dich ist?


Dann lass uns das gemeinsam herausfinden. In einem kurzen Kennenlerngespräch schauen wir uns deine Ziele und Anforderungen an - und ich sage dir ehrlich, ob WIX zu dir passt oder ob WordPress für dich die bessere Lösung wäre.

 
 
 
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